Erbrecht

Ganz gleich, wie viel oder was es zu erben gibt: Wenn kein Testament vorliegt, wird ausschließlich die gesetzliche Erbfolge ausgeführt. Das Erbrecht gehört zum bürgerlichen Recht und legt eine verbindliche Erbfolge fest. Liegt ein Testament vor, in dem ein anderer als Erbe eingesetzt wurde, geht nur ein sogenannter Pflichtteil an die gesetzlich vorgeschriebenen Erben. Der Pflichtteil beträgt die Hälfte der gesetzlichen Ansprüche. Dieser muss der eingesetzte Erbe in bar auszahlen.

Innerhalb einer Ehe erhält die Hälfte des Vermögens der überlebende Ehepartner, wenn die Ehe in Form einer Zugewinngemeinschaft geführt wurde. Dies ist immer der Fall, wenn kein Ehevertrag geschlossen wurde. In Deutschland setzt die Erbfolge in erster Linie die Kinder als Erben ein.

Eine 2010 in Kraft getretene Erbrechtsreform sieht vor, dass Familienangehörige, die den Verstorbenen gepflegt haben, dafür einen höheren Anteil am Erbe erhalten.

Die gesetzliche Erbfolge legt folgende Ordnung fest:

Erben erster Ordnung sind:
Kinder, Enkel, Urenkel

Erben zweiter Ordnung sind:
Eltern, Geschwister, Neffen/Nichten

Erben dritter Ordnung sind:
Großeltern, Onkel/Tanten, Cousins/Cousinen

Über die aktuelle gesetzliche Lage des Erbrechts kann Sie ein Notar oder ein Jurist informieren. Auch auf der Seite des Bundesministeriums für Justiz finden Sie weitere Informationen: www.bmj.de//erbrecht