Die protestantische Bestattung

Einer protestantischen Bestattung liegt genau wie der katholischen Bestattung der Auferstehungsgedanke zugrunde. Die Feuerbestattung hat in den reformierten Teilen Deutschlands jedoch eine längere Tradition, wie das erste Krematorium Deutschlands in Gotha aus dem Jahr 1878 beweist.

Im Zeremoniell einer protestantischen Bestattung kann ein letztes Abendmahl am Sterbebett gehalten werden. Die Aussegnungsfeier kann an Ort und Stelle nach dem Todesfall durchgeführt werden. Innerhalb einer protestantischen Bestattung hat die Gemeinde stärkeren Einfluss als bei der katholischen. Der Gottesdienst kann mitgestaltet werden, die Ordnung des Zeremoniells ist weniger fest.

Am Sonntag, der auf die Bestattung folgt, gedenkt die Gemeinde mit Fürbitten noch einmal der Verstorbenen. Die Namen der Verstorbenen werden verlesen, im Anschluss daran folgt ein Trostwort. Am Ende erfolgt ein von der Gemeinde im Stehen gesprochenes Gebet.